Besuch in Zypern: Gemeinsame Prioritäten vor EU-Ratspräsidentschaft

Unser Bundeskanzler Christian Stocker reiste vergangene Woche im Rahmen eines Arbeitsbesuchs nach Zypern. Im Mittelpunkt der Gespräche mit Präsident Nikos Christodoulides und Parlamentspräsidentin Annita Demetriou standen zentrale Themen für die Weiterentwicklung der Europäischen Union. Allen voran die Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit, der Umgang mit Migration sowie gemeinsame strategische Antworten auf die geopolitischen Herausforderungen unserer Zeit.

Der Besuch erfolgte im Vorfeld der zypriotischen EU-Ratspräsidentschaft im ersten Halbjahr 2026, einer Phase, in der Zypern eine Schlüsselrolle in der politischen Ausrichtung Europas übernehmen wird. Unser Bundeskanzler betonte, wie wichtig es sei, frühzeitig unsere nationalen Interessen einzubringen und die Zusammenarbeit mit dem künftigen Ratsvorsitz gezielt zu vertiefen. 

Besonders im Bereich der Wettbewerbsfähigkeit besteht zwischen unseren beiden Ländern große Übereinstimmung. Unser Bundeskanzler Christian Stocker unterstrich die Notwendigkeit, bürokratische Hürden zu senken und durch gezielte Investitionen in Schlüsselbereiche wie Energie, Digitalisierung oder Transportlogistik, die Grundlagen für nachhaltigen Wohlstand in Europa zu sichern. Insbesondere im Bereich der Energie setzen sich unsere beiden Länder für eine bessere Diversifizierung der Versorgung und faire, nachvollziehbare Preisstrukturen ein. Österreich genießt in Zypern ein hohes Ansehen als verlässlicher Partner und viele österreichische Unternehmen sind mit innovativen Projekten vor Ort aktiv. Denn für uns ist klar, dass der Erhalt eines starken, offenen Binnenmarkts kein Selbstläufer ist, sondern entschlossene politische Entscheidungen erfordert!

Bundeskanzler in Zypern

Auch im Schwerpunktbereich Migration teilen wir mit Zypern ähnliche Erfahrungen, wenn man den hohen Migrationsdruck pro Kopf betrachtet. Für unseren Bundeskanzler steht stets fest: Ein Umdenken in der europäischen Migrationspolitik ist alternativlos. Zentrale Pfeiler sind dabei die konsequente Rückführung irregulärer Migranten, ein entschlossener Außengrenzschutz sowie intensive Zusammenarbeit mit Herkunfts- und Transitstaaten. Daher wollen wir im Rahmen der Ratspräsidentschaft gemeinsam mit Zypern weiter an einem EU-weiten Schulterschluss arbeiten. Die Gespräche in Nikosia machten zudem deutlich, dass Österreich und Zypern nicht nur gemeinsame Herausforderungen, sondern auch langjährige Partnerschaften verbinden. Seit 1964 ist unser Land bei der UN-Friedensmission UNFICYP beteiligt. Darüber hinaus spielt Zypern eine wichtige Rolle bei konsularischen Unterstützungsmaßnahmen Österreichs im Nahen Osten, etwa bei Evakuierungen aus Krisenregionen. Gerade vor dem Hintergrund der aktuellen Lage in Nahost wurde bei dem Besuch die Notwendigkeit einer engen sicherheitspolitischen Abstimmung erneut bekräftigt.

Mit seinem Besuch in Nikosia hat unser Bundeskanzler Christian Stocker wieder einmal bewiesen, wie wichtig starke Allianzen und ein abgestimmtes Vorgehen innerhalb Europas sind. Österreich wird den künftigen Ratsvorsitz Zyperns aktiv begleiten, eigene Prioritäten einbringen und dabei weiterhin als konstruktiver, lösungsorientierter Partner auftreten – für ein starkes, handlungsfähiges und geeintes Europa.
 

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