Unsere Europaministerin Claudia Plakolm war in Bratislava zu Gast, um am Treffen des Slavkov-3-Formats, auch bekannt als S3, teilzunehmen. Es handelt sich um eine Initiative, die seit 2015 die Zusammenarbeit zwischen Österreich, der Slowakei und Tschechien intensiviert.
In Bratislava traf sie ihren tschechischen Kollegen Martin Dvorák und den slowakischen EU-Staatssekretär Marek Eštok, um zentrale Themen wie Migration, EU-Erweiterung, Sicherheit und Wirtschaftskooperation zu diskutieren, alles Schlüsselelemente einer starken Regionalpolitik. Der „Slavkov-3“-Rahmen versteht sich als Plattform für den Austausch auf politischer, wirtschaftlicher und gesellschaftlicher Ebene. Im rotierenden Vorsitz, den an 1. Juli 2025 die Slowakei für ein Jahr übernommen hat, werden Prioritäten für ein Jahr gesetzt: etwa Energieinfrastruktur, grenzübergreifender Transport, digitale Transformation und regionales Wachstum.
Die wirtschaftlichen Beziehungen bestätigen die strategische Bedeutung dieser Nachbarschaft: Tschechien ist Österreichs drittwichtigster Handelspartner in der EU und wichtigster in Mittel- und Osteuropa. 2024 betrug der bilaterale Handel mehr als 14,9 Milliarden Euro, mit umfangreichen österreichischen Investitionen von etwa 17 Milliarden Euro und über 100.000 Arbeitsplätzen, die daraus entstanden sind. Unsere Bundesministerin wies auch darauf hin, wie wichtig Abstimmung in Migrationsfragen und bei EU-Erweiterungen ist, gerade auch im Hinblick auf den Westbalkan. Diese Kooperation stärkt nicht nur die Nachbarschaft, sondern sendet ein klares Signal im EU-Rat: Wir arbeiten zusammen – für mehr Sicherheit, Stabilität und wirtschaftliches Wachstum.
Der intensive Austausch zeigt sich auch in praktischen Projekten, etwa beim Ausbau grenzüberschreitender Verkehrsverbindungen zwischen Wien, Bratislava und Prag. Infrastruktur, Pendlerbewegungen, Tourismus, all das profitiert von koordinierten Ansätzen und länderübergreifender Planung. Aus Sicht der Volkspartei ist klar: Regionale Zusammenarbeit funktioniert nicht anlassbezogen, sondern sie braucht Formate, Dialog und Umsetzungskraft. Unsere Bundesministerin Claudia Plakolm bringt Österreich dort ein, wo verstanden wird, dass Lösungskompetenz vor allem durch Nähe, Koordination und Partnerschaft entsteht.